No Name Design. Franco Clivio

28. Juni 2026 – 09. November 2026

„No Name Design“ ist eine Liebeserklärung an die unscheinbaren Dinge, die uns im Alltag begleiten und selten aufmerksame Blicke auf sich ziehen.

Die Ausstellung ist Hommage und zugleich Eldorado für Liebhaber von Trouvaillen und Fundstücken, die weder blenden noch verführen wollen, sondern einfach da sind und einen aufmerksamen Beobachter wie Franco Clivio brauchen. Der Gestalter und Dozent Franco Clivio (*1942) ist seit Jahrzehnten auch Sucher und Finder. Seine Leidenschaft gilt dem Banalen, dem scheinbar Ungestalteten. Er spürt die hohe gestalterische Qualität auf und sucht nach dem Ungewöhnlichen im Gewöhnlichen. Dazu durchstöbert er Brockenhäuser, Flohmärkte, Trödelläden oder auch Eisenwarenläden und Warenhäuser – immer von der Neugierde getrieben, ohne Plan. Entstanden ist ein grandioses Sammelsurium von anonym gestalteten Gegenständen, die, ins rechte Licht gerückt, plötzlich Qualitäten zeigen, die gemeinhin im Verborgenen schlummern.

Die Ausstellung ist eine Art Wunderkammer mit enzyklopädischem Charakter und lehrreicher Auslegung. Präsentiert werden rund 1000 zumeist kleine Objekte – beispielsweise Klappmesser, Lieblingsobjekte, Vielkönner, Greifwerkzeuge oder auch Weiterentwicklungen von alten Bekannten wie Scheren, Brillen oder Messinstrumenten. Gemeinsamer Nenner ist immer die raffinierte gestalterische Qualität, die weniger auf der guten Form, denn vielmehr auf einer Besonderheit von Funktion, Material und Konstruktion beruht.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 28. Juni um 11.30 Uhr mit einer Vernissage eröffnet.
Nach einer Begrüßung durch Elisabeth Olberz vom Isnyer Büro für Kultur spricht die ehemalige Leiterin des HfG-Archivs Christiane Wachsmann eine Einführung. Christian Segmehl begleitet die Veranstaltung musikalisch am Saxophon. Zur Vernissage sind alle Kunst- und Design-Liebhaber herzlich eingeladen, der Eintritt zur Vernissage ist frei.

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